Behandlungskonzept | Praxis Bruckmann: Wie sieht eine erste Behandlung aus? Was folgt?

Wie ist der Ablauf der ersten Behandlung?

  • AKL 1949 68KB 800x350Beim ersten Termin in unserer Praxis lernen wir uns kennen. Wir machen eine sorgfältige Anamnese, damit wir Ihre Beschwerden verstehen, und beginnen mit der Behandlung. Am Ende besprechen wir, wie es für Sie weitergeht. 
  • Sie dürfen gerne Notizen oder Befunde mitbringen. Am meisten interessieren wir uns aber für Ihre aktuellen Beschwerden. Ihre Fragen sind uns willkommen und wir werden uns bemühen, sie zu beantworten.
  • Für den ersten Termin brauchen wir 1,5 bis 2 Stunden, je nachdem, wo Sie herkommen und wie weit Ihr Weg zu uns ist. Die weiteren Termine fallen in der Regel kürzer aus, das hängt jedoch ebenfalls von Ihrem Anfahrtsweg ab
  • Ein Ergebnis des ersten Termins sind Befunde zu muskulären Ursachen Ihrer Beschwerden und ein Behandlungsplan, der die weitere Vorgehensweise skizziert. Bereits im ersten Termin beginnen wir dann mit der manuellen Therapie Ihrer Beschwerden.

Amnanese

Wir führen eine sorgfältige Anamnese bei Ihrem ersten Termin durch. Dabei geht es um Ihre Geschichte und um Ihre Beschwerden. Wie fühlen Ihre Beschwerden sich an? Wo sind Ihre Beschwerden? Wann treten sie auf? Welche Funktionsstörungen gibt es? Wo tut es weh? Wo sind Missempfindungen? Wie ist der Alltag beeinträchtigt? Wann begannen die Beschwerden? Unter welchen Umständen? Was war damals? Was macht es besser? Was verschlechtert es? Was wurde schon versucht mit welchem Ergebnis? Welche Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel nehmen Sie? Wie ist die hormonelle Situation? Gibt es Ansatzpunkte für hormonelle Dysbalancen? Durch Fragen nach Beruf, Sport und Gewohnheiten ergeben sich für uns weitere Hinweise zu Ursachen und Einflussfaktoren.

Diese Anamnese braucht etwas Zeit, lohnt sich aber: uns gibt sie wertvolle Hinweise über die Ursachen Ihrer Beschwerden, unseren Patientinnen und Patienten tut es erfahrungsgemäß gut, ohne Zeitdruck ihre Situation zu schildern.

Wenn wir Ihre Beschwerden genau verstanden haben, untersuchen wir Sie.

Untersuchung

Die Untersuchung bedeutet, dass wir alle infrage kommenden Muskeln zur Bewegung und der Atmung einbeziehen. Wir schauen, fühlen und spüren, wie Sie bewegen können, und beurteilen Tonus und Zustand Ihres Bindegewebes. Wir verschaffen uns dabei einen Überblick, wo Bewegungseinschränkungen und chronische Anspannungen liegen. Beurteilt werden infrage kommende Bereiche wie beispielsweise Kopf, Kiefer, Nacken, Schulter, Arme, Bauch, Brustkorb, Rücken, Beine und Füße wie auch die Atembeweglichkeit. Da auch Faszien und Unterhautbindegewebe eine Rolle spielen, werden sie ebenfalls miteinbezogen.

Behandlung

Wir starten damit bereits im ersten Termin, damit sich möglichst rasch in Ihrem Körper „etwas tut“. Dabei arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen, indem wir Sie zu geführten Bewegungsabläufen auf der Untersuchungsliege anleiten und Sie immer wieder ins Spüren bringen. Wie fühlt sich das Becken jetzt an? Wie liegt es auf? Wie können Sie nun atmen? Das Bein bewegen? Diese Bewegungen nennt man auch Pandiculations (nach Thomas Hanna, einem kalifornischen Körpertherapeuten). Pandiculations fühlen sich angenehm an und werden individuell angepasst, sodass Sie Ihren Möglichkeiten entsprechen und niemals wehtun. Der Bewegungsumfang kann sich dadurch direkt verbessern und das Spüren ebenfalls.

Mit Hilfe manueller Techniken lockern wir daraufhin Ihre Muskeln und Bindegewebe. Dabei werden Triggerpunkte (Myogelosen) behandelt und verspannte Faserstränge entspannt.  Durch die Behandlung von Triggerpunkten verbessern sich Ihre Schmerzen und Schonhaltungen und können sich in der Folge auflösen.

Nach der Behandlung auf der Liege kommen wir wieder für einige Minuten zum Gespräch zusammen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Durch Körperübungen, die Sie zuhause machen, sichern und vertiefen wir das in der Behandlung erreichte. Sie bekommen ein Kärtchen mit den passenden Übungen, die Sie dann auf unserem YouTube Kanal die.schmerzexperten anschauen können. Mit dem Anschauen alleine ist es natürlich nicht getan, Sie sollten sie auch machen, damit sich dauerhaft etwas ändert. Die Übungen schulen Ihre Sensomotorik, helfen Ihnen Spannungen wahrzunehmen und loszulassen und verbessern Ihre Beweglichkeit. Das dauert am Tag etwa 20 Minuten, die gut investiert sind, denn Sie werden so schneller locker, haben weniger Beschwerden und ersparen sich Behandlungszeit.

Weiter besprechen wir Hinweise zum Alltag in Beruf und Sport und was Sie beachten/vermeiden/ändern können. Hier geht es um die „spannenden Gewohnheiten“, die Beschwerden auslösen oder verstärken können (zum Beispiel die Beine übereinander zuschlagen, im Rundrücken zu sitzen und vieles andere mehr). Wir zeigen Ihnen wie Sie besser sitzen, gehen und arbeiten können. Wenn Sie sportlich aktiv sind, besprechen wir, was Sie dabei beachten können.

Nach der ersten Behandlung

Am Ende der ersten Behandlung werden Sie müde sein, das ist ganz normal. Meist wird der Stoffwechsel durch die Behandlung angeregt, das ist ebenfalls normal. Es kann sein, dass am Abend oder am nächsten Tag nach der Behandlung eine Reaktion, wie ein Muskelkater oder eine Empfindlichkeit der Haut auftritt. Ob sie auftritt und wie stark sie auftritt, ist von Patient zu Patient verschieden und lässt sich nicht genau vorhersagen. Sie vergeht jedoch von allein wieder.

Beginnen Sie mit den Übungen wie mit uns besprochen und beobachten Sie sich im Alltag: Ihre Bewegungs- Gewohnheiten, Ihre Spannungszustände, Ihre Stressreaktionen. Ihre Reaktionen bei Entspannungsübungen. So lernen Sie sich allmählich besser kennen und verbessern Ihr Körpergefühl, das hilft beim Entspannen und dabei, Ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen. 

 

Folgebehandlungen

Den Behandlungsplan passen wir je nach Verlauf und weiteren Erkenntnissen an, damit wir flexibel reagieren können und die Behandlung optimieren. Deswegen überprüfen wir den bisherigen Behandlungserfolg in jeder Folgestunde.

Jedes Mal, wenn Sie kommen, werden wir Sie nach den Veränderungen befragen. Nicht nur die Entwicklung Ihrer Beschwerden interessiert uns, sondern auch, was Sie im Alltag gespürt haben, wann und wo Sie sich anspannen. Wie es mit den Übungen ging, wie Sie sich danach und dabei gefühlt haben. 

Weitere Fragen zu Behandlungskonzepten und Ablauf in der Praxis Bruckmann

Das hängt von der Stärke und der Art Ihrer Beschwerden ab, sowie von unserem und Ihrem Terminkalender. Am Anfang kann es sinnvoll sein, wöchentlich zu kommen oder alle zehn Tage. Wird es besser, vergrößern wir die Abstände, auch vier bis sechs Wochen.

Die beste Vorgehensweise besprechen wir mit Ihnen nach der ersten Untersuchung und Behandlung.

Das kann man nicht pauschal sagen, manche Patienten brauchen tatsächlich nur drei bis vier Termine, bei den meisten dauert es etwas länger.

Sie werden während der Behandlung merken, wie schnell Sie reagieren und wir besprechen in jeder Sitzung den Verlauf und die Entwicklung. Generell kann man sagen, dass Beschwerden, die lange bestehen, auch länger brauchen, bis sie sich verändern und dass es bei jungen Patienten oft schneller geht als bei alten.

Sehr wichtig für den Behandlungserfolg ist es, die Übungen zu machen und im Alltag das Verhalten und die Gewohnheiten unter die Lupe zu nehmen und das zu verändern, was Verspannungen erzeugt.

Das ist eine sehr gute Idee und einige Patienten erreichen damit gute Ergebnisse bei geringem finanziellen Aufwand.

Sie können das direkt bei der Vereinbarung des Ersttermins sagen.

Wenn Sie aktuelle Arztbriefe oder Befunde haben, die mit Ihren Beschwerden in Zusammenhang stehen, können Sie diese mitbringen.

CDs brauchen Sie nicht mitzubringen.

Viele Patienten berichten, dass sie nach der Behandlung müde sind. Deshalb ist es gut, sich am Behandlungstag etwas Ruhe zu gönnen.

Außerdem können – meist am Tag darauf – Reaktionsschmerzen ähnlich einem Muskelkater oder eine Empfindlichkeit im Gewebe entstehen, ähnlich wie nach einem Sonnenbrand. Das ist normal und vergeht von alleine wieder. Manchmal können auch blaue Flecken entstehen, sagen Sie bitte Bescheid, wenn Sie Blutverdünner nehmen, damit wir dem Rechnung tragen.

Wie behandeln wir Faszien bzw. ihr Bindegewebe und wie behandeln Sie ihre Faszien/Bindegewebe selber?

In unserer Praxis zeigen wir Ihnen selbstverständlich auch, wie Sie Ihre Faszien selbst behandeln und unterstützen können. Das können sie selbst manuell machen an Stellen, wo Sie selbst dran kommen, oder mit Hilfsmitteln wie der Faszienrolle. Dazu ist wichtig folgendes zu beachten.

Faszien: Gleiten und Halten

Faszien/Bindegewebe sind Gleitmittel und Haltesubstanz für die Muskeln. Sie können verkleben und vielerlei Beschwerden (mit) verursachen. Mit Hilfe von Faszienrollen (und anderen Tools) versuchen nun viele Trainer und Therapeuten das „abgestandene“ Wasser in die abführenden Venolen oder die Lymphe zu schieben, so dass die Rehydration und damit vermehrt frisches Wasser sich in gebundener Form an die Schmierstoffe anlagern kann. Im Faszientraining nennt man das den 'Schwamm Effekt'. (vgl. Dr. Robert Schleip, 8. April 2020, Newsletter Somatic Academy) und Dr. Schleip empfiehlt: „Wir empfehlen ein langsames, multidirektionales Auspressen der Gewebe.“ Der Vorteil der multidirektionalen Vorgehensweise wurde unter anderem in Australien bei Ellbogenbeschwerden untersucht (vgl. Int. J. Environ. Res. Public Health 2020, 17, 708).

Venöse Probleme?

Bei venösen Problemen (was Ärzte diagnostizieren können), sollten Sie zur Vorsicht allerdings vom Herzen weg rollen (also nur in eine Richtung). Dann hat der venöse Rückstrom nicht so hart zu arbeiten. So können Sie frohen Mutes langsam und behutsam Ihre Faszien ausrollen und für eine neue Beweglichkeit sorgen. Wir helfen Ihnen dabei.

Manuelle Behandlung der Faszien bzw. des Bindegewebes

Wir selbst behandeln Sie manuell. Ähnlich wie im Video „Muskeln und Faszien“ der Quarks-Redaktion von Klaus Eder beschrieben „schmelzen“ wir ihr Bindegewebe - die Faszien - manuell. Dabei werden mehr und tiefere Schichten effizienter gegenüber der Faszienrolle erreicht, die Beweglichkeit wiederhergestellt und die Schmerzen dann damit reduziert. Im Rahmen der Behandlung bekommen Sie auch dies gezeigt.

Faszien und Bewegung

Grundsätzlich gilt: Bewegung ist immer die beste Option, auch und vor allem bei Verspannungen.“ Heißt: Wer seine Muskeln nicht bewegt, kann mit dem Bindegewebe allein nicht genug erreichen. Daher gibt es neben der Selbstbehandlung auch Übungen, Körperbewußtseinstraining und Empfehlung für Bewegungen, die wieder Spaß machen, wenn die Beschwerden reduziert werden und Ihre "funktionale" Beweglichkeit wieder hergestellt ist.

Eine Behandlung kostet zwischen 100 und 140 Euro die Stunde.

Wenn Sie eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker haben oder privat versichert sind, können Sie eine Erstattung der Kosten mit Ihrer Versicherung klären. Genauere Informationen dazu kann Ihnen unsere Frau Kubera-Mayer telefonisch geben. Sie ist täglich von 12.30 bis 14.30 erreichbar. Nur freitags hat sie frei.

Praxis Saarbrücken

Renate Bruckmann
Heilpraktikerin
Pestelstr. 4
66119 Saarbrücken
Telefon: 0681 / 954 10 951
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Praxis Deidesheim

Sprechstunde: Do. + Fr. 

Renate Bruckmann
Heilpraktikerin
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