Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl® & Myofasziale Körpertherapie

Beschwerden an Schulter, Arm und Hand: Wenn jeder Handgriff im Alltag zur Belastung wird

Ob beim Anziehen des Mantels, beim Haarewaschen, beim Greifen einer Tasse oder bei der Arbeit am Computer: Wenn Schultern, Arme oder Hände schmerzen, wird selbst die kleinste Alltagsgeste mühsam. Oft gesellen sich Bewegungseinschränkungen, plötzliche Kraftlosigkeit oder ein unangenehmes Ziehen, Kribbeln und Einschlafen der Finger hinzu (Bron et al., 2011b; Stecco et al., 2019). Viele Patientinnen und Patienten kommen in unsere Praxen in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße, wenn klassische Maßnahmen kaum Linderung bringen oder Beschwerden nach einer Operation bzw. Ruhigstellung im Gips hartnäckig anhalten (Pavan et al., 2014; Torres Lacomba et al., 2010). Mit der Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®) betrachten wir Schulter, Arm und Hand nicht isoliert, sondern untersuchen und begleiten das gesamte myofasziale Zusammenspiel vom Rumpf bis in die Fingerspitzen (Pohl, 2010; Stecco, 2015; Wilke et al., 2016).

Oft gestellte Fragen (FAQ) zu Schulter-, Arm- & Handbeschwerden (hier aufklappen)
1. Welche Beschwerdebilder an Schulter, Arm und Hand werden in der Praxis Bruckmann begleitet?

Wir begleiten Menschen mit funktionellen und myofaszial mitbedingten Schmerzen, Bewegungssperren und Missempfindungen der gesamten oberen Extremität. Dazu zählen Schulterschmerzen (z. B. bei Diagnosen wie Impingement-Syndrom, Frozen Shoulder/Schultersteife, Kalkschulter, Schleimbeutelreizung oder Schulterarthrose), Oberarm- und ziehende Nervenschmerzen, Tennis- und Golferellbogen (Epikondylitis), Mausarm (RSI-Syndrom), Sehnenscheidenreizungen, Karpaltunnel-Symptomatik, kribbelnde, kalte oder pelzige Finger, Schreibkrampf, Schnappfinger sowie anhaltende Bewegungseinschränkungen nach Knochenbrüchen, Gipsruhigstellungen oder Brustoperationen.

2. Warum schmerzt ein Gelenk trotz Arthrose-Befund oft durch Muskeln und Faszien?

Selbst wenn auf einem Röntgenbild ein Knorpelverschleiß (Arthrose) in Schulter, Ellbogen oder Fingergelenken sichtbar ist, kann der hyaline Knorpel selbst keinen Schmerz auslösen – denn Knorpelgewebe besitzt keinerlei Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) (Felson, 2005). Schmerzempfindlich sind hingegen die Gelenkkapsel, die Knochenhaut (Periost), die Sehnenansätze und das umgebende Bindegewebe (Suárez-Rodríguez et al., 2022). Wenn dauerhaft verkürzte, hochgespannte Muskeln das Gelenk zusammenpressen, entsteht ein permanenter Zug- und Druckreiz (Dor & Kalichman, 2017). Werden Muskulatur und Faszien manuell entlastet, nimmt auch der Druck im Gelenk oft spürbar ab.

3. Was haben Hand- oder Ellbogenschmerzen (z. B. Mausarm oder Tennisellbogen) mit der Schulter zu tun?

Arme und Hände arbeiten niemals isoliert. Bei einer gesunden, leichten Greif- oder Haltebewegung kommt die tragende Kraft über eine myofasziale Kette aus dem Rumpf, dem Rücken, der Brust und einem frei beweglichen Schultergürtel (Krause et al., 2016; Stecco, 2015). Werden die Schultern im Alltag jedoch unbewusst festgehalten (z. B. am Bildschirm hochgezogen oder nach vorn gerundet) und Gegenstände wie Maus, Werkzeug oder Schläger zu fest umklammert, müssen die kleinen Unterarm- und Handmuskeln die gesamte Haltearbeit alleine leisten und geraten in eine schmerzhafte Dauerüberspannung (Kibler et al., 2013; Pohl, 2010).

4. Woher kommen eingeschlafene Hände, Kribbeln in den Fingern oder ein Ziehen wie ein "elektrischer Draht"?

Ziehende Nervenschmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle (wie beim funktionellen Karpaltunnelsyndrom) entstehen häufig dadurch, dass dauerhaft verspannte Muskeln und verdichtete Faszien an anatomischen Engstellen im Hals-, Brust- oder Schulterbereich sowie am Unterarm auf durchlaufende Nerven und Gefäße drücken (Stecco et al., 2019). Zudem können Verklebungen direkt im Unterhautbindegewebe (Oberflächenfaszie) der Hand und Finger die dortigen feinen Rezeptoren irritieren und zu Pelzigkeit, Kältegefühl oder Schwellungen beitragen (Fede et al., 2022).

5. Ist eine Begleitung auch nach Knochenbrüchen, Gipsruhigstellung oder einer Brustoperation sinnvoll?

Ja, sobald die strukturelle Heilung ärztlich abgeschlossen ist. Nach Verletzungen, Operationen oder mehrwöchiger Ruhigstellung verbleiben Muskeln und Faszien oft in einer unbewussten Schutz- und Schonspannung (sensomotorische Amnesie) sowie faszialen Verdichtungen (De Groef et al., 2015; Pavan et al., 2014; Torres Lacomba et al., 2010), sodass sich Schulter, Ellbogen oder Finger trotz verheiltem Knochen kaum bewegen lassen oder dauerhaft schmerzen. Diese Schutzspannung lässt sich mit der Pohltherapie® behutsam lösen.

6. Wie läuft eine Untersuchung in der Praxis Bruckmann ab und was kostet eine Sitzung?

Für die Erstuntersuchung in Saarbrücken oder Neustadt an der Weinstraße nehmen wir uns 1,5 bis 2 Stunden Zeit, um neben den schmerzenden Stellen an Hand, Arm oder Schulter auch Ihre Körperhaltung, Atmung und Ihren Schultergürtel gründlich manuell zu untersuchen. Eine Therapiestunde kostet zwischen 130 und 160 Euro. Privatversicherte oder Personen mit Heilpraktiker-Zusatzversicherung können eine mögliche Kostenerstattung vorab mit ihrer Versicherung klären. Telefonische Auskünfte gibt Ihnen gerne Frau Kubera-Mayer (montags bis donnerstags von 12:30 bis 14:30 Uhr unter 0681 / 954 10 951).

Drei wichtige Punkte zur Orientierung

  1. Vom Rumpf bis in die Fingerspitzen denken: Arme und Hände arbeiten niemals isoliert. Ein blockierter Schultergürtel zwingt Unterarm und Hand zur Dauerüberlastung – und ein zu festes Zupacken mit den Fingern setzt sich über Muskelketten direkt bis in den Ellbogen, die Schulter und den Nacken fort (Kibler et al., 2013; Krause et al., 2016; Stecco, 2015).
  2. Knorpel hat keine Schmerzrezeptoren: Selbst wenn im Röntgenbild Verschleißerscheinungen (Arthrose) oder Verkalkungen sichtbar sind, entstehen die eigentlichen Schmerzen meist durch verkürzte Muskeln und verdichtete Faszien, die das Gelenk dauerhaft zusammenpressen und die reich innervierten Gelenkkapseln sowie Sehnenansätze reizen (Dor & Kalichman, 2017; Felson, 2005; Suárez-Rodríguez et al., 2022).
  3. Manuelle Behandlung & Alltagspraxis verbinden: Wir kombinieren die manuelle Muskel- und Faszienbehandlung der Pohltherapie® (Bruckmann & Mörgen, 2021, 2022; Pohl, 2010) mit einem praktischen Körperbewusstseinstraining (Hanna, 2004) – gerne auch direkt am eigenen Arbeits- oder Sportgerät – sowie gezielten Übungen in unserer kostenlosen App GesundMove.

Wichtiger Hinweis zur fachärztlichen Abklärung vorab: Bitte lassen Sie akute Verletzungen, plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen, akute Entzündungen oder neu aufgetretene Schmerzen in Brust und linkem Arm immer zuerst fachärztlich (z. B. orthopädisch, neurologisch oder internistisch/kardiologisch) abklären. Unsere körpertherapeutische Begleitung versteht sich als funktionelle Ergänzung.

1. Kennen Sie das? Typische Beschwerden im Alltag

Beschwerden an Schulter, Arm und Hand schleichen sich oft über Monate ein oder bleiben nach einer Verletzung unerwartet zurück (Pavan et al., 2014). Viele unserer Patientinnen und Patienten schildern im Erstgespräch ganz ähnliche Alltagssituationen:

  • Im Alltag blockiert: Sie bekommen den Arm kaum noch hoch oder nach hinten, um sich die Haare zu kämmen, in den Mantelärmel zu schlüpfen, den BH zu schließen oder eine Tasse aus dem oberen Schrankfach zu holen (Bron et al., 2011b; Kibler et al., 2013).
  • Schmerzen in Bewegung und in Ruhe: Nach einem Tag am Schreibtisch schmerzt die Schulter oder der Unterarm bei jeder Bewegung – oder Sie wachen nachts immer wieder auf, weil Sie vor Schmerzen nicht mehr auf der betroffenen Schulter liegen können (Bron et al., 2011b; Pohl, 2010).
  • Ziehen, Kribbeln & Taubheit: Ein brennender oder ziehender Schmerz läuft wie ein "elektrischer Draht" vom Nacken oder der Schulter den Arm entlang bis in die Hand; einzelne Finger oder die ganze Hand schlafen nachts oder beim Radfahren und Tippen ein (Stecco et al., 2019).
  • Kraftlosigkeit & morgendliche Steifheit: Beim Anheben gibt der Arm plötzlich kraftlos nach, das Marmeladenglas lässt sich kaum noch aufdrehen oder die Finger fühlen sich morgens steif, pelzig und geschwollen an (Bron et al., 2011b; Fede et al., 2022; Pavan et al., 2014).
  • Anhaltende Folgen nach Eingriffen: Nach einem Knochenbruch, einer mehrwöchigen Gipsruhigstellung oder einer Brustoperation ist zwar laut Röntgenbild alles verheilt, doch der Arm bleibt unbeweglich, geschwollen oder schmerzt dauerhaft (De Groef et al., 2015; Pavan et al., 2014; Torres Lacomba et al., 2010).

2. Der Blick hinter die Diagnose: Eine Frage des Zusammenspiels

Hinter ganz unterschiedlichen Diagnosen – wie Schulter-Arm-Syndrom, Arthrose, Kalkschulter, Impingement, Tennisellbogen, Sehnenscheidenentzündung oder Karpaltunnelsyndrom – finden wir bei der manuellen Tastuntersuchung in unserer Praxis fast immer ein gemeinsames funktionelles Muster: dauerhaft verkürzte Muskeln und ein fest gewordenes, wenig gleitfähiges Bindegewebe (Faszien) (Pavan et al., 2014; Pohl, 2010; Schleip et al., 2019; Stecco, 2015).

Selbst wenn auf einem Röntgenbild eine Arthrose sichtbar ist, lohnt sich ein genauerer Blick: Hyalines Knorpelgewebe besitzt selbst keinerlei Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) und kann daher nicht wehtun (Felson, 2005). Vielmehr pressen chronisch verkürzte Muskeln die Gelenkflächen dauerhaft zusammen und erzeugen an der hochsensibel innervierten Gelenkkapsel, der Knochenhaut (Periost) und den Faszien- bzw. Sehnenansätzen jene mechanische und biochemische Reizung, die wir als Gelenkschmerz wahrnehmen (Dor & Kalichman, 2017; Felson, 2005; Suárez-Rodríguez et al., 2022).

Das Geheimnis gesunder Arm- und Handbewegungen: Arme und Hände sind keine isolierten Werkzeuge, die erst am Schultergelenk beginnen. Bei jeder natürlichen, mühelosen Greif-, Trag- oder Hebebewegung kommt die eigentliche Kraft über eine durchgehende myofasziale Kette aus dem gesamten Oberkörper – aus Rücken, Bauch, Brustkorb und einem geschmeidig mitgleitenden Schultergürtel (Schlüsselbein und Schulterblatt) (Krause et al., 2016; Stecco, 2015; Wilke et al., 2016). Halten wir die Schultern im Alltag jedoch unbewusst fest (z. B. hochgezogen oder nach vorn gerundet), wird diese Kraftkette unterbrochen: Arm-, Ellbogen- und Handmuskeln müssen die gesamte Arbeit alleine leisten und sind rasch chronisch überlastet (Kibler et al., 2013; Pohl, 2010).

3. Beschwerdebilder von der Schulter bis in die Fingerspitzen im Detail

Je nachdem, an welcher Stelle der Muskel- und Faszienkette die Hauptspannung sitzt, zeigen sich unterschiedliche Beschwerdebilder (Stecco, 2015):

A. Schulterschmerzen & steife Schultern

Schmerzen oben, vorn, hinten oder außen an der Schulter sowie rund um das Schulterblatt entstehen meist dadurch, dass der gesamte Schultergürtel (Schlüsselbein, Schulterblatt sowie Brust-, Nacken- und Rumpfmuskulatur) in einer unbewussten Dauerspannung festgehalten wird (Bron et al., 2011b; Kibler et al., 2013; Pohl, 2010).

  • Typische ärztliche Diagnosen: Frozen Shoulder (Schultersteife), Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom unter dem Schulterdach), Kalkschulter, Schleimbeutelentzündung (Bursitis), Rotatorenmanschetten-Reizung oder Schultergelenksarthrose (Bron et al., 2011a; Kibler et al., 2013).
  • Funktioneller Hintergrund: Wenn Brustmuskeln (insbesondere der M. pectoralis minor), Achselmuskeln und Schulterblattfixatoren das Schulterblatt am Brustkorb "festzurren" (Skapuladyskinesie), kann es beim Armheben nicht mehr frei mitgleiten; im Schultergelenk wird es eng – bis sich der Arm kaum noch seitlich oder nach oben führen lässt (Bron et al., 2011b; Kibler et al., 2013). Zudem können Faszien über eingelagerte Myofibroblasten aktiv kontrahieren und zu einer massiven Gewebeversteifung wie bei der Frozen Shoulder beitragen (Schleip et al., 2019).

B. Oberarmschmerzen, ziehende Nervenschmerzen & Gewebeschwellungen

Schmerzen am äußeren Oberarm fühlen sich für Betroffene oft wie tiefe Gelenkschmerzen an, gehen bei der manuellen Tastbefundung jedoch meist vom großen Deltamuskel (M. deltoideus), den Muskeln der Rotatorenmanschette und ihren Faszien aus, die den Arm heben, vor- und zurückführen (Bron et al., 2011b; Stecco, 2015).

  • Nervenengpässe am Schultergürtel: Da periphere Nerven von bindegewebigen Hüllen (Epineurium, Paraneurium) umgeben sind, die nahtlos mit den tiefen Muskelfaszien verbunden sind, brauchen sie freies Gleitspiel (Stecco et al., 2019). Drücken chronisch verhärtete Muskeln und verdichtete Faszien an den anatomischen Engstellen im Hals-, Schlüsselbein- oder kleinen Brustmuskelbereich auf das durchlaufende Nerven- und Gefäßbündel des Arms, kann ein brennender, ziehender Schmerz bis in die Hand ausstrahlen (Pohl, 2010; Stecco et al., 2019).
  • Unterhautbindegewebe & Spezialfälle: Sitzt die Hauptspannung im Bindegewebe der Haut und Unterhaut (Oberflächenfaszie, z. B. nach Verletzungen, Lymphknotenentfernung oder Brustoperationen), kann dies mit Schwellungen, starker Kraftlosigkeit, Überempfindlichkeit oder komplexen Schmerzbildern wie Morbus Sudeck (CRPS) einhergehen, die einer besonders sanften manuellen Bindegewebsbehandlung bedürfen (De Groef et al., 2015; Fede et al., 2022; Pohl, 2010; Torres Lacomba et al., 2010). Die neuere Faszienforschung zeigt hierzu, dass die Oberflächenfaszie eng mit den Lymphgefäßen verknüpft ist und zu über einem Drittel aus vegetativ-sympathischen Nervenfasern besteht, was ihre hohe Schmerz- und Schwellungsreagibilität erklärt (Fede et al., 2022).

C. Ellbogenschmerzen & Streck-/Beugehemmung (Tennis- & Golferellbogen)

Am äußeren und inneren Ellbogen setzen zahlreiche Streck- und Beugemuskeln des Unterarms und der Finger an, die direkt in die Unterarmfaszie (Fascia antebrachii) einstrahlen (Stecco, 2015). Wer bei der Arbeit mit den Händen den Schultergürtel starr feststellt und Arbeitsgeräte – vom Handwerkszeug über den Tennisschläger bis zur Computermaus – viel zu fest umklammert, setzt diese Sehnenansätze unter permanenten Dauerzug (Fernández-Carnero et al., 2007; Pohl, 2010).

  • Tennisellbogen oder Golferellbogen (Epikondylitis): Trotz der Endung "-itis" liegt hier histologisch in den seltensten Fällen eine klassische akute Entzündung vor (Bhabra et al., 2016), sondern eine degenerativ-strukturelle Reizung infolge einer schmerzhaften myofaszialen Dauerüberspannung und aktiver Triggerpunkte der Unterarmmuskulatur, die den typischen Ellbogenschmerz auslösen und sich manuell gezielt lösen lassen (Fernández-Carnero et al., 2007; Pavan et al., 2014).
  • Ellbogen lässt sich nicht mehr ganz strecken oder beugen: Häufig nach Armbrüchen, Gipsverbänden oder Operationen, weil Ober- und Unterarmmuskeln in ihrer ehemaligen Schonhaltung verharren und das Bindegewebe durch Ruhigstellung verdichtet bzw. fibrosiert (Pavan et al., 2014; Pohl, 2010). Wird das Gewebe rund um den Ellbogen unter Einbezug der Schulterkette wieder weich und gleitfähig gemacht, gewinnt das Gelenk seinen Spielraum oft Schritt für Schritt zurück (Pavan et al., 2014; Stecco, 2015).

D. Unterarm-, Hand- & Fingerbeschwerden (Mausarm, Karpaltunnel & Co.)

Wichtig zu wissen: Die kräftigen Muskeln, die unsere Finger beugen und strecken, liegen gar nicht in der Hand selbst, sondern im Unterarm und ziehen über lange Sehnen durch die Faszienverstärkungen des Handgelenks (Retinacula) bis in die Fingerspitzen (Stecco, 2015). Sind diese Unterarmmuskeln und die Faszien der Handfläche verspannt, müssen die Finger bei jeder kleinsten Bewegung gegen einen enormen inneren Widerstand anarbeiten (Pavan et al., 2014; Pohl, 2010).

  • Häufige Beschwerdebilder: Mausarm (RSI-Syndrom), Sehnenscheidenreizungen, funktionelle Karpaltunnel-Symptomatik (Kribbeln und Einschlafen der Hand) (Jiménez-del-Barrio et al., 2022; Pratelli et al., 2015), Schnappfinger, Schreibkrampf, chronisch kalte oder pelzige Finger (Fede et al., 2022; Pohl, 2010), Daumensattelgelenks- und Fingergelenkschmerzen sowie durch Myofibroblasten vermittelte Faszienverdichtungen der Handinnenfläche wie Morbus Dupuytren im Frühstadium (Schleip et al., 2019; Stecco, 2015).
  • Körpertherapeutischer Fokus: Wir behandeln bei Hand- und Fingerbeschwerden niemals nur das Handgelenk oder den einzelnen Finger, sondern immer auch die zugehörigen Muskelbäuche am Unterarm, das Unterhautbindegewebe des Handrückens und der Handfläche sowie die gesamte myofasziale Achse bis zur Schulter (Jiménez-del-Barrio et al., 2022; Pohl, 2010; Pratelli et al., 2015; Stecco, 2015).

4. Nachhaltige Begleitung mit der Pohltherapie® in der Praxis Bruckmann

Da Schulter, Arm und Hand eine funktionelle Einheit bilden (Krause et al., 2016; Stecco, 2015), nehmen wir uns für Ihre Erstuntersuchung (1,5 bis 2 Stunden) in Saarbrücken oder Neustadt an der Weinstraße ausführlich Zeit. Wir betrachten nicht nur die schmerzende Stelle isoliert, sondern spüren Ihr individuelles Spannungsmuster Schritt für Schritt auf und begleiten Sie mit den ineinandergreifenden Bausteinen der Pohltherapie® (Bruckmann & Mörgen, 2021, 2022; Pohl, 2010):

  • Gezielte manuelle Punkt-, Muskel- und Faszienbehandlung: Mit präzisen, sanften Techniken lösen wir Verhärtungen an Muskelansätzen, aktive Triggerpunkte sowie Verklebungen bzw. Verdichtungen (Densifikationen) im Bindegewebe (Bron et al., 2011a; Pavan et al., 2014; Pratelli et al., 2015) – von den Fingern und der Handfläche über den Unter- und Oberarm bis hin zu Schultergürtel, Brustkorb, Nacken und Rücken. Dadurch normalisiert sich die Gleitfähigkeit der Faszienschichten und die Reizschwelle der freien Nervenendigungen sinkt (Pavan et al., 2014; Suárez-Rodríguez et al., 2022).
  • Pandiculations (sensomotorische Rückmeldung): Über fein dosierte, geführte Bewegungen helfen wir Ihrem Nervensystem, unbewusst festgehaltene Muskeln rund um Schulterblatt, Ellbogen und Handgelenk über eine Regulierung des Gamma-Motoneuronen-Systems wieder aktiv aus der Dauerspannung zu entlassen, sodass Gelenkdruck, Bewegungssperren und Nervenreizungen nachlassen können (Bertolucci, 2011; Hanna, 2004; Pohl, 2010).
  • Körperbewusstseinstraining & Alltagspraxis am eigenen Gerät: Gemeinsam finden wir heraus, welche unbewussten Alltagsgewohnheiten (wie hochgezogene Schultern am PC, angepresste Oberarme oder ein zu festes Zupacken) zu den Beschwerden beigetragen haben (Hanna, 2004; Kibler et al., 2013; Pohl, 2010). Sie lernen, Ihre Arme und Hände wieder leicht, geschmeidig und kraftvoll aus dem gesamten Körper heraus einzusetzen – gerne erproben wir dies ganz praktisch an Ihrem eigenen Arbeits- oder Alltagsgerät, von der Computermaus über das Bügeleisen bis zum Musikinstrument oder Sportgerät.
  • Somatische Übungen für zu Hause: Sie erhalten individuell ausgewählte, leicht umsetzbare Übungen, mit denen Sie Ihren Schultergürtel und Ihre Arme im Alltag jederzeit selbst entspannen können (Bruckmann & Mörgen, 2021, 2022; Hanna, 2004).

Sofort-Tipp zur Selbsthilfe: Übungen für Schultern, Arme & Hände in unserer App

In unserer kostenlosen Praxis-App GesundMove finden Sie anschauliche Anleitungen und Übungen zur Selbstbehandlung bei Beschwerden in Schultern, Armen und Händen. Über unsere interaktive Körperkarte gelangen Sie zudem jederzeit zu allen 14 Beschwerderegionen:

Ihr nächster Schritt: Abklärung & Begleitung in der Praxis Bruckmann

Wenn ärztliche Untersuchungen keinen ausreichenden strukturellen Befund ergeben haben oder Ihre Schulter-, Arm- oder Handbeschwerden trotz bisheriger Maßnahmen anhalten, unterstützen wir Sie gerne persönlich vor Ort sowie mit strukturierten Selbsthilfe-Angeboten für zu Hause:

1. Untersuchung vor Ort & Online-Sprechstunde

Lassen Sie Ihre Muskel- und Faszienspannungen sowie Ihr Bewegungsmuster durch unser spezialisiertes Team im Rahmen einer ausführlichen Erstaufnahme (1,5 bis 2 Stunden) manuell untersuchen oder besprechen Sie Ihr Anliegen vorab online:

  • Standort Saarbrücken: Pestelstr. 4, 66119 Saarbrücken
  • Standort Neustadt a. d. W.: Hauptstr. 93–95, 67433 Neustadt

2. Selbsthilfe: Buch, Kurse & App

Werden Sie selbst aktiv mit unseren Fachbüchern von Renate Bruckmann & Tilo Mörgen ("Kloß im Hals", "Rückenschmerzen selbst behandeln", "Unter der Gürtellinie"), unseren angeleiteten Online-Kursen sowie der kostenlosen App GesundMove (inkl. Übungen für Schultern, Arme, Hände und Nacken):

Telefonische Terminvereinbarung: 0681 / 954 10 951 (Mo–Do von 12:30 bis 14:30 Uhr)
Detaillierte Evidenzprüfung & wissenschaftliche Begründung der einzelnen Thesen (hier aufklappen)

Um die wissenschaftliche Belastbarkeit der Aussagen transparent zu untermauern, sind hier die zentralen Thesen des Textes den entsprechenden Erkenntnissen der aktuellen Forschung gegenübergestellt:

A. Knorpelverschleiß (Arthrose) vs. myofaszialer Gelenkschmerz

These: Selbst wenn im Röntgenbild eine Arthrose oder Verkalkung sichtbar ist, verursacht der Knorpel selbst keine Schmerzen. Die Schmerzen entstehen meist durch verkürzte Muskeln und verdichtete Faszien, die das Gelenk dauerhaft zusammenpressen und Gelenkkapsel, Knochenhaut sowie Sehnenansätze reizen.

Wissenschaftliche Evidenz: Hyalines Knorpelgewebe besitzt keinerlei Blutgefäße oder Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) und ist daher selbst schmerzunempfindlich (Felson, 2005). Dagegen weisen die Gelenkkapsel, das subchondrale Knochengewebe, die Knochenhaut (Periost) sowie die einstrahlenden Faszien und Sehnenansätze eine extrem hohe Dichte an freien Nervenendigungen und Mechanorezeptoren auf (Felson, 2005; Suárez-Rodríguez et al., 2022). Klinische Untersuchungen zeigen, dass bei Gelenkarthrose ein erheblicher Teil des Schmerzes von aktiven myofaszialen Triggerpunkten und verkürzten gelenkübergreifenden Muskeln ausgeht, die den intraartikulären Kompressionsdruck dauerhaft erhöhen und sich manuell gezielt entlasten lassen (Dor & Kalichman, 2017; Bron et al., 2011b).

B. Myofasziale Kraftketten vom Rumpf und Schultergürtel bis in die Fingerspitzen

These: Arme und Hände arbeiten niemals isoliert. Die eigentliche Kraft für mühelose Greif-, Trag- und Hebebewegungen kommt über durchgehende myofasziale Ketten aus Rumpf, Brust, Rücken und einem frei beweglichen Schultergürtel.

Wissenschaftliche Evidenz: Systematische Übersichtsarbeiten zur intermuskulären Kraftübertragung (Krause et al., 2016; Wilke et al., 2016) sowie anatomisch-histologische Präparationen (Stecco, 2015) belegen eine direkte strukturelle Kontinuität der Faszien vom Rumpf (M. pectoralis major/minor, M. latissimus dorsi, M. trapezius) über die Oberarmfaszie (Fascia brachii) und die Unterarmfaszie (Fascia antebrachii) bis in die Palmaraponeurose der Hand. Wird die proximale Führung und Beweglichkeit des Schulterblatts durch Fehlhaltungen blockiert, steigt die kompensatorische Belastung der distalen Ellbogen-, Unterarm- und Handmuskulatur signifikant an (Kibler et al., 2013).

C. Schulterschmerzen, Impingement und "Frozen Shoulder" (Schultersteife)

These: Schulterschmerzen und Bewegungssperren entstehen meist dadurch, dass Brust-, Achsel- und Schulterblattmuskeln das Schulterblatt am Brustkorb "festzurren" und Faszien aktiv versteifen.

Wissenschaftliche Evidenz:

  • Skapuladyskinesie & Impingement: Das internationale Konsensus-Statement des Scapular Summit (Kibler et al., 2013) belegt, dass eine gestörte Kinematik des Schulterblatts – häufig ausgelöst durch einen verkürzten M. pectoralis minor und verspannte Schulterblattfixatoren – den Raum unter dem Schulterdach beim Armheben verengt und ein Impingement-Syndrom provoziert.
  • Myofasziale Triggerpunkte am Schultergürtel: Patientinnen und Patienten mit chronischen Schulterschmerzen weisen eine hohe Prävalenz aktiver Triggerpunkte in der Schultergürtelmuskulatur (u. a. M. infraspinatus, M. subscapularis, M. deltoideus, M. trapezius) auf; deren gezielte manuelle Behandlung verbessert Schmerz und Funktion in randomisierten kontrollierten Studien signifikant (Bron et al., 2011a, 2011b).
  • Aktive Faszienkontraktion: Histochemische und mechanografische Untersuchungen von Schleip et al. (2019) zeigen, dass Faszien über eingelagerte Myofibroblasten aktiv kontrahieren können, was zu ausgeprägten Gewebeversteifungen wie bei der Frozen Shoulder beiträgt.
D. Ziehende Nervenschmerzen, Unterhautbindegewebe, Schwellungen & Folgen nach Eingriffen

These: Brennende Armschmerzen, Kribbeln, Schwellungen sowie anhaltende Bewegungseinschränkungen nach Knochenbrüchen, Gipsruhigstellung oder Brustoperationen gehen häufig von faszialen Nervenengpässen und einem verdichteten Unterhautbindegewebe aus.

Wissenschaftliche Evidenz:

  • Fasziale Nervenengpässe (Fascial Entrapment Neuropathy): Periphere Armnerven sind von bindegewebigen Hüllen (Epineurium, Paraneurium) umgeben, die direkt mit den tiefen Muskelfaszien verbunden sind. Verdichten sich die Faszien an Engstellen im Hals-, Schlüsselbein- oder Brustmuskelbereich, wird das freie Gleiten des Nerven blockiert, was ziehende Schmerzen und Parästhesien bis in die Hand auslöst (Stecco et al., 2019).
  • Oberflächenfaszie, Lymphgefäße & Sympathikus: Fede et al. (2022) wiesen nach, dass das Unterhautbindegewebe (Fascia superficialis) eng mit den Lymphgefäßen verknüpft ist und zu über einem Drittel aus vegetativ-sympathischen Nervenfasern besteht. Spannungen in dieser Schicht erklären wissenschaftlich fundiert lokale Schwellungen, Temperaturstörungen (kalte/pelzige Finger), Kraftlosigkeit und komplexe Schmerzbilder wie Morbus Sudeck (CRPS).
  • Schmerzen nach Brust-OP & Immobilisation: Prospektive Studien und systematische Reviews zeigen, dass nach Brustoperationen (Torres Lacomba et al., 2010; De Groef et al., 2015) sowie nach Gipsruhigstellungen (Pavan et al., 2014) sehr häufig myofasziale Schmerzsyndrome und fasziale Densifikationen zurückbleiben, die auf manuelle Therapie gut ansprechen.
E. Tennis- und Golferellbogen (Epikondylitis): Myofasziale Überspannung statt Entzündung

These: Beim Tennis- oder Golferellbogen liegt meist keine klassische akute Entzündung vor, sondern eine schmerzhafte Dauerüberspannung der Unterarmmuskulatur und ihrer Sehnenansätze durch zu festes Zupacken bei gleichzeitig blockierter Schulter.

Wissenschaftliche Evidenz: Histopathologische Untersuchungen bestätigen, dass bei der sogenannten Epikondylitis in den seltensten Fällen akute Entzündungszellen vorliegen, sondern eine degenerativ-strukturelle Reizung der Sehnenansätze infolge chronischer mechanischer Zugüberlastung (Bhabra et al., 2016). Klinische Studien von Fernández-Carnero et al. (2007) belegen, dass Betroffene mit lateralem Ellbogenschmerz regelmäßig aktive myofasziale Triggerpunkte in der Unterarmmuskulatur aufweisen, deren übertragener Schmerz (Referred Pain) exakt das Beschwerdebild am Ellbogen auslöst. Da die Unterarmmuskeln direkt in die Fascia antebrachii einstrahlen (Stecco, 2015), entlastet die manuelle Lösung dieser Muskel- und Faszienspannung die gereizten Sehnenansätze unmittelbar (Pavan et al., 2014).

F. Mausarm (RSI), Karpaltunnel-Symptomatik und Fingerbeschwerden

These: Da die kräftigen Fingermuskeln im Unterarm liegen und über lange Sehnen durch das Handgelenk ziehen, entstehen Karpaltunnel-Symptomatik, Mausarm, Schnappfinger oder frühe Dupuytren-Verdichtungen durch Spannungen in Unterarm, Handgelenksfaszien (Retinacula) und Handinnenfläche.

Wissenschaftliche Evidenz: Anatomisch bildet das Retinaculum flexorum am Karpaltunnel keine isolierte Bandstruktur, sondern eine direkte Verstärkung der tiefen Unterarm- und Handfaszie, in welche die Sehnen der Unterarmmuskeln einstrahlen (Stecco, 2015). Randomisierte kontrollierte Studien (Pratelli et al., 2015) sowie aktuelle systematische Reviews und Meta-Analysen (Jiménez-del-Barrio et al., 2022) belegen, dass eine gezielte manuelle Faszien- und Weichteilbehandlung entlang der Unterarm-, Handgelenks- und Handstrukturen bei Karpaltunnelsyndrom Schmerzen, Alltagsfunktion und Nervenleitparameter signifikant verbessert. Zudem zeigen Schleip et al. (2019), dass Faszienverdichtungen der Handinnenfläche (wie Morbus Dupuytren) durch mechanosensitive Myofibroblasten vermittelt werden, die direkt auf chronische Zugspannung reagieren.

G. Wirkmechanismen von Manueller Faszienbehandlung, Pandiculations & Körperbewusstseinstraining

These: Die Kombination aus manueller Punkt-/Faszienbehandlung, Pandiculations und alltagsnahem Körperbewusstseinstraining löst Bindegewebsverdichtungen, senkt die Reizschwelle der Schmerzrezeptoren und stellt die natürliche Bewegungssteuerung im Nervensystem wieder her.

Wissenschaftliche Evidenz: Pavan et al. (2014) wiesen nach, dass gezielte manuelle Gewebereize die veränderte Viskosität der Hyaluronsäure zwischen verdichteten Faszienschichten (Densifikationen) umkehren, wodurch die physiologische Gleitfähigkeit wiederhergestellt wird und die mechanische Überreizung der freien Nervenendigungen abklingt (Suárez-Rodríguez et al., 2022; Bron et al., 2011a). Pandiculations (das fein dosierte Anspannen und langsame, bewusste Nachlassen verkürzter Muskelketten) wurden von Bertolucci (2011) sowie Hanna (2004) als neurophysiologischer Reset-Mechanismus über das Gamma-Motoneuronen-System und den sensomotorischen Kortex beschrieben, der in Kombination mit praktischem Körperbewusstseinstraining (Hanna, 2004; Kibler et al., 2013; Pohl, 2010) unbewusste Alltagsfehlhaltungen nachhaltig auflöst.

Unsere Fachbücher & wissenschaftliche Literatur zu Schulter-, Arm- & Handbeschwerden (hier aufklappen)
  1. Bertolucci, L. F. (2011). Pandiculation: Nature's way of maintaining the functional integrity of the myofascial system? Journal of Bodywork and Movement Therapies, 15(3), 268–280. https://doi.org/10.1016/j.jbmt.2010.12.006
  2. Bhabra, G., Wang, A., Kraemer, W., Koerbin, G., & Murrell, G. A. C. (2016). Lateral epicondylitis: Current concepts. The Bone & Joint Journal, 98-B(11), 1439–1447. https://doi.org/10.1302/0301-620X.98B11.BJJ-2016-0409.R1
  3. Bron, C., de Gast, A., Dommerholt, J., Stegenga, B., Wensing, M., & Oostendorp, R. A. B. (2011a). Treatment of myofascial trigger points in patients with chronic shoulder pain: A randomized, controlled trial. BMC Medicine, 9, Article 8. https://doi.org/10.1186/1741-7015-9-8
  4. Bron, C., Dommerholt, J., Stegenga, B., Wensing, M., & Oostendorp, R. A. B. (2011b). High prevalence of shoulder girdle muscles with myofascial trigger points in patients with shoulder pain. BMC Musculoskeletal Disorders, 12, Article 139. https://doi.org/10.1186/1471-2474-12-139
  5. Bruckmann, R., & Mörgen, T. (2021). Rückenschmerzen selbst behandeln mit der Pohltherapie. Knaur MensSana.
  6. Bruckmann, R., & Mörgen, T. (2022). Kloß im Hals – Unerklärliche Beschwerden im Hals-, Kiefer- und Kopfbereich verstehen und selbst behandeln. Knaur MensSana.
  7. De Groef, A., Van Kampen, M., Dieltjens, E., Christiaens, M. R., Neven, P., Geraerts, I., & Devoogdt, N. (2015). Effectiveness of postoperative physical therapy for upper-limb impairments after breast cancer treatment: A systematic review. Archives of Physical Medicine and Rehabilitation, 96(6), 1140–1153. https://doi.org/10.1016/j.apmr.2015.01.006
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  9. Fede, C., Petrelli, L., Pirri, C., Neuhuber, W., Tiengo, C., Biz, C., De Caro, R., Schleip, R., & Stecco, C. (2022). Innervation of human superficial fascia. Frontiers in Neuroanatomy, 16, Article 981426. https://doi.org/10.3389/fnana.2022.981426
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  11. Fernández-Carnero, J., Fernández-de-las-Peñas, C., de la Llave-Rincón, A. I., Ge, H.-Y., & Arendt-Nielsen, L. (2007). Prevalence of and referred pain from myofascial trigger points in the forearm muscles in patients with lateral epicondylalgia. The Clinical Journal of Pain, 23(4), 353–360. https://doi.org/10.1097/AJP.0b013e31803b3785
  12. Hanna, T. (2004). Beweglich sein – ein Leben lang: Die heilsame Wirkung körperlicher Bewusstheit (Somatics). Kösel-Verlag.
  13. Jiménez-del-Barrio, S., Cadellans-Arróniz, A., Ceballos-Laita, L., Estébanez-de-Miguel, E., López-de-Celis, C., Bueno-Gracia, E., & Pérez-Bellmunt, A. (2022). The effectiveness of manual therapy on pain, physical function, and nerve conduction studies in carpal tunnel syndrome patients: A systematic review and meta-analysis. International Orthopaedics, 46(2), 301–312. https://doi.org/10.1007/s00264-021-05272-2
  14. Kibler, W. B., Ludewig, P. M., McClure, P. W., Michener, L. A., Bak, K., & Sciascia, A. D. (2013). Clinical implications of scapular dyskinesis in shoulder injury: The 2013 consensus statement from the 'Scapular Summit'. British Journal of Sports Medicine, 47(14), 877–885. https://doi.org/10.1136/bjsports-2013-092425
  15. Krause, F., Wilke, J., Vogt, L., & Banzer, W. (2016). Intermuscular force transmission along myofascial chains: A systematic review. Journal of Anatomy, 228(6), 910–918. https://doi.org/10.1111/joa.12464
  16. Pavan, P. G., Stecco, A., Stern, R., & Stecco, C. (2014). Painful connections: Densification versus fibrosis of fascia. Current Pain and Headache Reports, 18(8), Article 441. https://doi.org/10.1007/s11916-014-0441-4
  17. Pohl, H. (2010). Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln. Knaur MensSana.
  18. Pratelli, E., Pintucci, M., Cultrera, P., Baldini, E., Stecco, A., Petrocelli, A., & Pasquetti, P. (2015). Conservative treatment of carpal tunnel syndrome: Comparison between laser therapy and Fascial Manipulation®. Journal of Bodywork and Movement Therapies, 19(1), 113–118. https://doi.org/10.1016/j.jbmt.2014.08.002
  19. Schleip, R., Gabbiani, G., Wilke, J., Naylor, I., Hinz, B., Zorn, A., Jäger, H., Breul, R., Schreiner, S., & Klingler, W. (2019). Fascia is able to actively contract and may thereby influence musculoskeletal dynamics: A histochemical and mechanographic investigation. Frontiers in Physiology, 10, Article 336. https://doi.org/10.3389/fphys.2019.00336
  20. Stecco, A., Pirri, C., & Stecco, C. (2019). Fascial entrapment neuropathy. Clinical Anatomy, 32(7), 883–890. https://doi.org/10.1002/ca.23388
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  22. Suárez-Rodríguez, V., Fede, C., Pirri, C., Petrelli, L., Loro-Ferrer, J. F., Rodríguez-Ruiz, D., De Caro, R., & Stecco, C. (2022). Fascial innervation: A systematic review of the literature. International Journal of Molecular Sciences, 23(10), Article 5674. https://doi.org/10.3390/ijms23105674
  23. Torres Lacomba, M., Mayoral del Moral, O., Coperias Zazo, J. L., Gerwin, R. D., & Goñi, A. Z. (2010). Incidence of myofascial pain syndrome in breast cancer surgery: A prospective study. The Clinical Journal of Pain, 26(4), 320–325. https://doi.org/10.1097/AJP.0b013e3181c4904a
  24. Wilke, J., Krause, F., Vogt, L., & Banzer, W. (2016). What is evidence-based about myofascial chains: A systematic review. Archives of Physical Medicine and Rehabilitation, 97(3), 454–461. https://doi.org/10.1016/j.apmr.2015.07.023

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