Beckenbeschwerden und chronische Beckenschmerzen: Verschiedene Diagnosen – gleiche Ursache
Beschwerden im Bereich von Unterbauch, Beckenboden, Genitalien und Rektum treten in vielen verschiedenen Varianten auf. Sie reichen von diffusen Schmerzen im Unterleib über ständigen Harndrang bis hin zu massiven Missempfindungen und Funktionsstörungen. Häufig klagen Patientinnen und Patienten über Schmerzen beim Sitzen, beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr.
Häufige Fragen (FAQ) zu Beckenbodenbeschwerden & Beckenschmerzen (hier aufklappen)
Warum helfen Antibiotika bei meinen Blasen- oder Prostatabeschwerden oft nicht dauerhaft?
Häufig beginnt das Leiden mit einer akuten Entzündung, durch deren Schmerz die Beckenbodenmuskulatur unwillkürlich verkrampft (Schutzspannung). Selbst wenn im Labor längst keine Bakterien mehr nachweisbar sind, bleibt diese chronische Muskel- und Faszienanspannung bestehen. Sie erzeugt exakt dieselben Symptome (ständiger Harndrang, Brennen, Druckschmerz) und begünstigt durch Restharnbildung sogar echte Neuinfektionen. Erst das gezielte Lösen der myofaszialen Verspannungen durchbricht diesen Teufelskreis.
Ist klassisches Beckenbodentraining (Kräftigungsübungen) bei Beckenbodenschmerzen sinnvoll?
Nein. Bei einem schmerzhaften, chronisch verspannten (hypertonen) Beckenboden sind klassische Anspannungs- und Kräftigungsübungen meist kontraproduktiv und können die Beschwerden deutlich verschlimmern. Ein bereits überlasteter Muskel braucht kein zusätzliches Krafttraining, sondern muss über gezielte Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen (wie das Pandikulieren in der Pohltherapie®) erst wieder lernen, seine erhöhte Grundspannung loszulassen.
Sind Beckenbodenbeschwerden ohne ärztlichen Befund "nur psychosomatisch"?
Wenn Ultraschall, MRT, Blasenspiegelung und Laborwerte ohne Befund bleiben, werden Betroffene oft vorschnell in die psychosomatische Ecke gestellt. Tatsächlich liegen meist reale, körperlich tastbare Dauerkontraktionen, Triggerpunkte und Faszienverklebungen vor – diese sind auf Röntgen- oder Ultraschallbildern schlicht nicht sichtbar. Dass eine jahrelange Schmerzodyssee auch psychisch stark belastet und Stress die Muskelspannung weiter erhöht, ist eine normale Folge, macht den Schmerz aber nicht "eingebildet".
Wie läuft die manuelle Beckenbodentherapie in der Praxis Bruckmann ab?
Im Ersttermin (ca. 90 bis 120 Minuten) nehmen wir uns viel Zeit für Ihre Vorgeschichte und untersuchen Ihre Körperstatik, die Bauchatmung sowie die Muskulatur und das Bindegewebe an Unterbauch, Hüften, Gesäß, Oberschenkeln und am Beckenboden. Anschließend behandeln wir die gefundenen Verhärtungen und Triggerpunkte manuell von außen sowie – falls erforderlich und stets in enger Absprache – vorsichtig von innen (vaginal oder rektal). Geführte Bewegungen (Pandiculations) und ein individuell angepasstes Übungsprogramm für zu Hause sichern den nachhaltigen Therapieerfolg. Mehr dazu lesen Sie unter
Ablauf der Beckenbodentherapie.
Was kann ich tun, wenn ich zu weit von Saarbrücken oder Neustadt entfernt wohne?
CPPS, Reizblase, Prostatitis und mehr
Für viele Betroffene beginnt mit diesen chronischen Beckenschmerzen ein langer Leidensweg, der oft von Ratlosigkeit und Frustration geprägt ist.
In der Praxis Bruckmann (in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße) haben wir uns genau auf diese Region und ihre Beschwerdebilder spezialisiert. Wir möchten Ihnen zeigen: Sie sind mit diesen Problemen nicht allein – und oft gibt es eine klare, körpertherapeutisch behandelbare Ursache.
Wichtiger Hinweis vorab:
Bitte lassen Sie akute Beschwerden (wie eine akute Prostatitis oder eine bakterielle Blasenentzündung) oder organische Ursachen immer zuerst fachärztlich urologisch oder gynäkologisch abklären.
Der typische Leidensweg: Wenn Bakterien verschwinden, aber der Schmerz bleibt
Nicht selten fängt alles mit einer vermeintlich typischen Erkrankung an, etwa einer bakteriellen Blasenentzündung oder einer akuten Prostatitis. Die Folge: Man wird mit Antibiotika behandelt. Doch oft zeigt sich danach ein frustrierendes Bild: Die Bakterien sind laut Laborbefund längst verschwunden (oder waren vielleicht nie wirklich vorhanden), Medikamente helfen kaum bis gar nicht, aber die Beschwerden im Becken bleiben.
Schulmedizinisch werden dann häufig folgende Diagnosen gestellt:
Die wahre Ursache liegt oft in der Muskulatur und den Faszien
All diese unterschiedlichen Diagnosen können eine gemeinsame Ursache haben: Verspannungen der Muskulatur und des Bindegewebes (Faszien) innen und außen am Becken. Meist entwickeln sich diese chronischen Verspannungen langsam über Jahre hinweg durch Fehlhaltungen, Daueranspannung (Stress) oder ungünstige Alltagsgewohnheiten. Genauso kann es aber auch ganz plötzlich nach einem besonderen Ereignis losgehen, etwa nach einem Sturz auf das Steißbein, einer schweren Entbindung oder einer Operation (z. B. einer Fistel-OP). Auch die Schmerzen einer anfänglichen echten Entzündung können dazu führen, dass die Beckenbodenmuskulatur unwillkürlich verkrampft und danach die Spannung nicht mehr von alleine "loslassen" kann.
Übersicht möglicher Beckenbodenbeschwerden
Die folgende Aufzählung erhebt nicht den Anspruch, vollständig zu sein; es werden jedoch eine Reihe von Phänomenen erwähnt, die typisch sind. Die meisten Patientinnen und Patienten haben allerdings mehrere dieser Probleme gleichzeitig:
1. Blasenbeschwerden & Schmerzen beim Wasserlassen (Miktionsstörungen)
- Häufiger Harndrang, manchmal auch nachts
- Schmerzhafter Harndrang
- Blasenschmerzen beim oder nach dem Wasserlassen
- Schmerzen, die in die Harnröhre ziehen
- Der Harn kann nicht zurückgehalten werden, sodass es zur Inkontinenz kommt
- Es dauert sehr lange, bis der Urinstrahl kommt, und erfordert manchmal Tricks (wie zum Beispiel den Wasserhahn aufzudrehen)
In der Urologie nennt man diese Probleme Miktionsstörungen. Sie fühlen sich oft ähnlich wie Beschwerden einer akuten Entzündung an, ein bakterieller Befund liegt jedoch nicht vor. Wenn die Blase durch Verspannungen nie richtig geleert wird und sich Restharn bildet, kommt es allerdings auch leichter zu tatsächlichen bakteriellen Blasenentzündungen. Dagegen helfen zwar Antibiotika – wenn man die grundlegenden Verspannungen jedoch nicht löst, kehren die Blasenbeschwerden immer wieder zurück.
2. Unterbauch- & Stuhlgangbeschwerden
- Schmerzen und Krämpfe im Unterbauch vor, beim oder nach dem Stuhlgang
- Schmerzen und Krämpfe beim Stuhlgang im Bereich des Afters
- Die Entleerung dauert sehr lange und geht nur schwierig vonstatten
3. Krämpfe & Schmerzen bei der Menstruation
- Starke Krämpfe im Unterbauch (Regelschmerzen / Dysmenorrhoe)
- Schmerzen, die bis ins Kreuz und den unteren Rücken ziehen
- Schmerzen, die bis in die Oberschenkel ausstrahlen
4. Missempfindungen: Brennen, Kribbeln, Ziehen
- Brennen und Ziehen im Bereich des Damms (mit oder ohne Ausstrahlungen)
- Brennen und Ziehen im Bereich der Schamlippen, der Vulva oder im Penis bzw. Hoden
- Kribbeln im Dammbereich oder an den Schamlippen
- Taubheitsgefühle im Sitz- und Genitalbereich
- Juckreiz am After, ohne dass ein dermatologisches Ekzem besteht
5. Schmerzen beim oder nach dem Geschlechtsverkehr
(Beim Verkehr sind Frauen öfter betroffen, nach dem Verkehr eher Männer)
- Schmerzhafte Ejakulation
- Gefühlsstörungen, sodass angenehme sexuelle Empfindungen schwächer oder verschwunden sind
- Potenzstörungen (Erektionsstörungen), die ebenfalls durch Verspannungen verursacht werden können
- Verlust der Libido, da sexuelle Aktivität verständlicherweise gemieden wird, wenn sie Schmerzen auslöst
Wichtige Unterscheidung: Zu schwacher oder zu verspannter (hypertoner) Beckenboden?
In der Öffentlichkeit wird beim Thema Beckenboden fast immer nur von einer Beckenbodenschwäche gesprochen, der man mit Kräftigungstraining begegnen müsse. Bei Schmerzen, Brennen, Reizblase, CPPS oder Pudendusneuralgie liegt jedoch meist das genaue Gegenteil vor: ein hypertoner (chronisch überlasteter und verkürzter) Beckenboden.
Ein dauerhaft verkrampfter Muskel ist gleichzeitig schwach und unflexibel – er kann weder richtig loslassen (z. B. beim Wasserlassen oder Sitzen) noch bei plötzlicher Belastung flexibel reagieren. Deshalb steht in unserer Becken- und Beckenbodentherapie Bruckmann immer zuerst das Lösen der Dauerspannung im Mittelpunkt.
Würde man die verspannten Muskeln untersuchen, wüsste man, was zu tun ist
In der letzten Zeit kommen viele Patientinnen und Patienten mit der Diagnose Prostatitis, Pudendusneuralgie, Reizblase oder CPPS zu uns. In all diesen Fällen lohnt es sich ganz besonders, die Muskulatur des Beckenbodens und des gesamten Beckens gezielt manuell zu untersuchen. Genau hier setzt die Beckentherapie Bruckmann an.
Wir rennen nicht den Symptomen hinterher, sondern suchen die myofaszialen Ursachen direkt im Gewebe. Mit gezielten, körpertherapeutischen Techniken der Pohltherapie® tasten wir nach Verhärtungen und Triggerpunkten (Myogelosen). Dabei betrachten wir Ihren Körper ganzheitlich: Auch Fehlhaltungen, die Atmung (oft ist die Bauchatmung durch Schmerzen eingeschränkt) und Alltagsgewohnheiten werden in die Therapie mit einbezogen. Wenn der Druck von den Nerven und dem Gewebe genommen wird, können selbst langjährige Beschwerden oft nachhaltig gelindert werden.
Woher kommen funktionelle Beckenbodenbeschwerden?
Auch schlimmste Funktionsstörungen und stärkste Beschwerden können durch Verspannungen in Muskulatur und Faszien verursacht sein. Diesen Ursachen wird in Deutschland leider noch zu wenig Beachtung geschenkt. Solche Verspannungen können durch banale Stürze, nach Entzündungen von Blase oder Prostata oder durch "spannende Gewohnheiten" – wie zum Beispiel ständig die Beine übereinanderzuschlagen oder den Bauch einzuziehen – entstanden sein. Auch Eingriffe wie ein Kaiserschnitt, eine Leisten-OP oder eine Fistel-OP können durch Verklebungen in Bindegewebe und Faszien Verspannungen nach sich ziehen. Weitere Tipps und Informationen dazu finden Sie in unserem Buch. Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Beschwerden muskulär bedingt sein können, machen Sie den kurzen Test im PDF-Fragebogen.
Ist das psychosomatisch?
Die Betroffenen fühlen sich oft sehr elend und fürchten, dass ihre Beschwerden nie mehr weggehen könnten. Die Lebensqualität kann aufgrund der Sorgen und Schmerzen stark eingeschränkt sein. Wenn Fachärzte keinen Befund stellen, heißt es manchmal allzu schnell, die Beschwerden seien psychosomatisch. Würde man aber Muskulatur und Bindegewebe gründlich manuell untersuchen, könnte man feststellen, dass es reale Dauerspannungen in und außerhalb des Beckens und des Beckenbodens gibt, die für die Beschwerden verantwortlich sind.
Den meisten Patientinnen und Patienten geht es psychisch schlecht, weil sie eine lange Odyssee von Konsultationen und Therapien ohne Erfolg hinter sich haben – weil sie niemanden finden, der mit ihren Beschwerden etwas anfangen kann, oder weil sie glauben, der einzige Mensch weit und breit mit solchen Symptomen zu sein. Da ist es nur natürlich, dass es einem auch seelisch nicht gut geht. Im Buch "Unter der Gürtellinie" (siehe unten) berichten wir von vielen konkreten Fallbeispielen, damit Betroffene sehen, dass sie damit nicht alleine sind.
Was kann man gegen Beckenbodenschmerzen tun?
Bei Daueranspannungen helfen keine klassischen Kräftigungsübungen – im Gegenteil, sie können das Problem sogar verschärfen. Denn das wäre für Ihre Muskulatur so, als wären Sie im Job schon völlig überlastet und Ihr Chef brummt Ihnen noch eine zusätzliche Aufgabe auf.
Welche sanften, sensomotorischen Übungen stattdessen wirklich helfen, können Sie im Buch nachlesen, in unseren strukturierten Online-Kursen erlernen oder auf unserem YouTube-Kanal gleich mitmachen (siehe Links unten). Dort erfahren Sie auch, wie Sie sich selbst helfen können, im Becken wieder lockerer zu werden. Natürlich können Sie auch direkt einen Termin in unserer Praxis vereinbaren, um sich persönlich untersuchen und behandeln zu lassen.
Unsere Angebote für Sie: Hilfe zur Selbsthilfe und Therapie
Wir möchten, dass Sie vom passiven Patienten wieder zum aktiven Gestalter Ihrer Gesundheit werden. Dafür bieten wir Ihnen in der Praxis Bruckmann verschiedene Wege an:
1. Der Ratgeber: Das Buch "Unter der Gürtellinie"
Renate Bruckmann ist (gemeinsam mit Tilo Mörgen) Autorin des erfolgreichen Buchs "Unter der Gürtellinie – Unerklärliche Beschwerden im urogenitalen Bereich körpertherapeutisch verstehen und behandeln" (Droemer Knaur Verlag). Hier finden Sie detaillierte Hintergrundinformationen, Fallbeschreibungen und ein praxiserprobtes Übungsprogramm. Wenn es "unter der Gürtellinie zwickt und zwackt", ist dieses Buch Ihr idealer erster Schritt. Mehr zum Buch erfahren
2. Unsere Online-Kurse für Frauen und Männer
Sie wohnen zu weit weg für eine regelmäßige Behandlung vor Ort? Wir haben unser Wissen in umfassenden Online-Kursen ("Selbsthilfe bei Becken-Beschwerden") gebündelt – jeweils speziell auf die Anatomie von Frauen und Männern abgestimmt. In den Videos lernen Sie, wie Sie mit effektiven Übungen Verspannungen im Beckenboden selbst lösen können. Zu den Online-Kursen
Kauflink zum Onlinekurs für Frauen Kauflink zum Onlinekurs für Männer
3. Behandlung vor Ort & Online-Sprechstunde
In unseren Praxen in Saarbrücken und Neustadt an der Weinstraße behandeln wir Sie gerne persönlich. Zusätzlich bieten wir eine bequeme Online- oder Telefon-Sprechstunde mit Renate Bruckmann an. Hier können Sie individuell besprechen, ob Ihre Beschwerden muskulär bedingt sein könnten und wie Ihr Weg zur Besserung aussehen kann. Zur Terminvereinbarung & Online-Sprechstunde
Kapitelauswahl & Direktlinks auf dieser Seite
Videolinks (YouTube)
Unsere YouTube-Playlists (YouTube-Kanal "die.schmerzexperten")
Die Playlist "Beckenbodenprobleme: Informationen" auf YouTube enthält verschiedene Erläuterungen zum Thema Beckenboden und Beckenprobleme wie:
- Eine Einführung
- Welche Beschwerden können entstehen?
- Mein Arzt sagt, mir fehlt nichts … (bitte vorher genaue Diagnostik machen lassen)
- Woher kommen die Probleme, wenn es keine klaren Befunde gibt?
- Was kann man machen?
- Beckenbodentraining: Ja oder Nein?
- Tipps zum Stehen und Sitzen
Playlist "Informationen" öffnen
Die Playlist "Beckenbodenprobleme lösen – Übungen" für geplagte Patientinnen und Patienten:
Playlist "Übungen" öffnen
Diagnosen und Ursachen von Beckenbodenbeschwerden
Wichtig: Akute Bauch- und Beckenbeschwerden müssen immer zuerst ärztlich abgeklärt werden.
Chronische Beschwerden, wie sie oben dargestellt wurden, werden oft als chronische Prostatitis oder Reizblase behandelt. Manchmal wird auch CPPS (Chronic Pelvic Pain Syndrome), also ein chronisches Beckenschmerzsyndrom, diagnostiziert. Bei Frauen wird oft eine Reizblase, manchmal auch eine Vulvodynie festgestellt – bei beiden Geschlechtern zudem häufig eine Pudendusneuralgie.
Die Beschwerden können direkt von den Muskeln des Beckenbodens oder dem Bindegewebe verursacht werden. Es kommen jedoch auch eine Reihe anderer Muskeln infrage, so zum Beispiel Bauch-, Gesäß- und Hüftmuskeln (wie auch im Stanford-Protokoll der Autoren Rodney Anderson und David Wise beschrieben). Manchmal haben die Betroffenen Fehlhaltungen des Beckens, wie Schiefstände oder Verdrehungen, welche die Probleme (mit-)verursachen. Oft ist zudem die tiefe Bauchatmung eingeschränkt und nur mühsam möglich.
Behandlung und Therapie von Beckenbodenschmerzen
In der Pohltherapie® und Beckentherapie Bruckmann betrachten wir Atmung und Körperstatik ganzheitlich und untersuchen die infrage kommenden Muskeln sowie das Bindegewebe auf Verspannungen. Die Behandlung erfolgt mithilfe von Pandiculations (geführten Bewegungsübungen zwischen Therapeutin/Therapeut und Patientin/Patient), einer gezielten Triggerpunktbehandlung von außen sowie – wenn notwendig und in enger Absprache – von innen (also rektal und/oder vaginal). Ferner ist es oft entscheidend, das Bindegewebe und die Faszien der betroffenen Muskeln von außen manuell zu behandeln.
Genauso wichtig ist es, dass unsere Patientinnen und Patienten verstehen lernen, woher ihre Probleme kommen, ihr Körperbewusstsein im Alltag schulen und gezielte Übungen erlernen, um zu Hause Beweglichkeit und Atmung zu verbessern und ihre Beschwerden selbst positiv beeinflussen zu können.
Weitere Ausführungen und Hilfestellungen auf Video (YouTube)
Übungen für den Beckenboden
Selbsttest: Fragebogen als PDF herunterladen
Laden Sie hier unsere kostenlose PDF-Checkliste "Können meine Beschwerden im Becken muskulär bedingt sein?" herunter:
fragebogen.pdf(60.74 KB)
Werden Sie wieder aktiv: Ihre Wege aus dem Beckenschmerz
Nach ärztlichem Ausschluss akuter organischer Ursachen lohnt sich der gezielte Blick auf Muskulatur, Faszien, Atmung und Alltagsgewohnheiten. Wählen Sie den Weg, der am besten zu Ihrer aktuellen Situation passt:
1. Persönliche Behandlung & Beratung
Lassen Sie sich in unseren Praxen in Saarbrücken oder Neustadt an der Weinstraße manuell untersuchen und behandeln – oder klären Sie Ihre Fragen bequem per Online-/Telefon-Sprechstunde.
Praxistermin buchen Zur Online-Sprechstunde
2. Geführte Selbsthilfe für zu Hause
Starten Sie sofort von zu Hause aus: Mit unseren umfassenden Video-Online-Kursen "Unter der Gürtellinie" (speziell für Frauen bzw. Männer), dem gleichnamigen Knaur-Ratgeber und der kostenlosen GesundMove-App.
Zu den Online-Kursen Zum Buch "Unter der Gürtellinie"
Unsicher, ob Ihre Beschwerden muskulär bedingt sind? Machen Sie vorab unseren kostenlosen Selbsttest (PDF-Checkliste) oder rufen Sie uns an unter 0681 / 954 10 951 (Mo–Do, 12:30–14:30 Uhr).
Weiterführende Fachliteratur & Buchtipps zu unseren Behandlungskonzepten (hier aufklappen)
- Bruckmann, R. & Mörgen, T. (2020): Unter der Gürtellinie – Unerklärliche Beschwerden im urogenitalen Bereich körpertherapeutisch verstehen und behandeln. Knaur MensSana. Mehr zum Buch
- Anderson, R. U. & Wise, D.: Kopfschmerz im Becken – Ein neues Verständnis für chronische Schmerzen im Beckenbereich (Stanford-Protokoll).
- Pohl, H.: Unerklärliche Beschwerden? Chronische Schmerzen und andere Leiden körpertherapeutisch verstehen und behandeln. Knaur MensSana. (Grundlagenwerk zur Sensomotorischen Körpertherapie nach Dr. Pohl®).
Hinweise zum medizinischen Ausschluss